Glossar & Ticketing-Lexikon

Glossar TicketingIn unserem Glossar finden Sie Definitionen und Übersetzungen der wichtigsten Begriffe aus den Themenbereichen Tickets, Live-Veranstaltungen, Konzerte und Kartenvorverkauf.

Von „ausverkauft“ bis „Zugangskontrollsystem“: Das Ticketing-Lexikon beinhaltet Erklärungen für die gängigen Terminologien der Veranstalter und Tickethändler im deutschen Musik- und Veranstaltungsmarkt.

Verzeichnis der Glossar-Einträge A-Z:


Ausverkauft

Es kommt selten vor, dass Veranstaltungen bereits vor dem eigentlichen Event von den Veranstaltern oder Tickethändlern als „ausverkauft“ deklariert werden. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache begründet, dass einige Kunden ihre bereits gekauften Karten vor der Veranstaltung zurückgeben, und somit neben einer bereits eingeplanten Reserve zumeist ein Restkontingent an Eintrittskarten an der Abendkasse der Veranstaltung verfügbar ist. Zudem werden Tickethändlern meist nur begrenzte Kontingente an Tickets zur Verfügung gestellt und auf mehrere Händler verteilt. Wenn ein einzelner Tickethändler demnach ein Event als „ausverkauft“ bezeichnet, besteht für Fans meist noch die Chance, bei einem anderen Händler, ob lokal oder im Internet, fündig zu werden.


Backstage

Backstage bezeichnet den Betriebsbereich einer Bühne, welcher für das Publikum nicht einsehbar ist und in der Regel nur den Künstlern sowie dem Personal vor Ort vorbehalten ist. Im Backstagebereich einer Bühne findet die Bedienung der technischen Licht- und Sound-Installationen und die Vorbereitung und Betreuung der Künstler statt. Für ausgewählte Veranstaltungen und Konzerte werden teilweise gegen Aufpreis oder im Losverfahren Backstage-Pässe für Fans angeboten, die den Zugang zu diesem Bereich vor oder nach der Veranstaltung ermöglichen.


Blindenplätze

Selbstverständlich kommen auch blinde Menschen in den Genuss eines Konzerts oder anderer Live-Veranstaltungen. Da diese auf ihr Gehör angewiesen sind, befinden sich die Blindenplätze in Fußballstadien und Arenen meist in der Region der Mittellinie des Stadionfeldes, da hier die akustischen Voraussetzungen meist besser sind als in anderen Platzkategorien.


Dauerkarte

Mit einer Dauerkarte für Sportveranstaltungen erhält der Käufer die Berechtigung zum Zutritt zu allen Heimspielen einer Mannschaft innerhalb einer Saison / Spielzeit.


Face Value

Der auf den Eintrittskarten angegebene „Face Value“ zeigt den Nominalwert und somit den Originalpreis eines Tickets. Neben dem eigentlichen Ticketpreis fallen beim Kartenkauf meist noch weitere Kosten wie die Vorverkaufsgebühr, Systemgebühren oder Versandkosten an, die nicht in den Face Value einfließen.

In Ticketbörsen des so genannten Sekundärmarkts werden Karten oftmals deutlich oberhalb des Face Values gehandelt. Hier bildet sich der Preis entsprechend des Marktwertes und der Nachfrage nach einer Veranstaltung. Bei geringer Nachfrage ist auch eine Unterschreitung des Face Values möglich.


Hardticket

Als Hardticket wird eine ausgedruckte Eintrittskarte bezeichnet, welche die Buchung eines bestimmten Platzes bestätigt, und zumeist mit Logos des Veranstalters und der auftretenden Live-Acts versehen ist. Hochwertige Hardtickets mit individueller Gestaltung im Farbdruck oder Haptik in Form von Prägungen genießen unter Fans einen höheren Stellenwert als so genannte Systemtickets, die computergeneriert und uniform für jegliche Form von Live-Veranstaltungen im Massendruck verwendet werden.


Hörplatz

Neben den Blindenplätzen werden bei ausgewählten Veranstaltungen auch explizite Hörplätze angeboten. Auf diesen Plätzen ist die Sicht auf die Bühne meist stark eingeschränkt, nicht jedoch die Akustik. Tickets für Hörplätze werden oft zu einem stark reduzierten Preis angeboten, und sind meist nur auf Nachfrage beim Veranstalter erhältlich.


Hospitality

Unter Hospitality, englisch für „Gastfreundschaft“, werden Angebote für Tickets in Kombination mit einer speziellen Bewirtung in Form von Speisen und Getränken sowie Zusatzleistungen wie ein gesonderter Eingang und Empfang oder auch dem Transfer zur Veranstaltungsstätte bezeichnet.

Hospitality-Tickets bieten gegen Aufpreis einen serviceorientierten Umgang mit den Gästen und Zuschauern eines Events. Auch besondere Platzkategorien wie Business-Seats, Logenplätze oder „Front-of-Stage“-Plätze in unmittelbarer Nähe vor der Bühne werden oftmals nur in Verbindung mit Hospitality-Paketen angeboten.

Auch reservierte Parkplätze, Backstage-Führungen oder exklusive Partys können Bestandteil von Hospitality-Angeboten sein.


Optionsticket

Erwirbt ein Kunde ein Optionsticket, erhält er hierdurch das Recht, an einer Veranstaltung teilzunehmen, sofern diese stattfindet. Derartige Tickets werden oftmals für Sportveranstaltungen verkauft, bei denen das Eintreten eines Ereignisses (beispielsweise das Finale eines Fußballspiels, bei dem Mannschaft X auf Mannschaft Y trifft) zum Zeitpunkt des Verkaufs noch nicht feststeht. Wenn das Ereignis nicht wie erwartet eintritt, hat der Kunde das Recht auf Rückerstattung des für das Optionsticket gezahlten Preises.


Personalisierung

Unter der Personalisierung von Tickets wird ein zunehmender Trend bezeichnet, der den Schwarzmarkt und den nicht legitimierten Handel mit Eintrittskarten eindämmen soll. Personalisierte Eintrittskarten sind mit dem Namen und ggf. weiteren Identifikationsmerkmalen des Käufers bedruckt. Zusätzlich muss sich der Ticketinhaber am Einlass der Veranstaltung mit seinem Personalausweis oder Reisepass als rechtmäßiger Inhaber legitimieren. Hierdurch soll die unrechtmäßige Weitergabe und der überteuerte Verkauf der Tickets im Sekundärmarkt unterbunden werden.


Pre-Sale

Im Rahmen eines Pre-Sales (auch „Ticket-Presale“) werden bereits vor dem offiziellen Vorverkaufsstart Karten für eine bestimmte Veranstaltung unter bestimmten Voraussetzungen und an eingeschränkte Personenkreise vergeben. Meist werden Presale-Aktionen für die Mitglieder des Fanclubs einer Band oder eines Künstlers veranstaltet, um diesen ein Vorkaufsrecht für besonders begehrte Plätze in einer Spielstätte einzuräumen. Die Fanclub-Mitglieder erhalten vom Veranstalter hierzu ein Passwort, das in einem definierten Zeitraum vor dem Beginn des offiziellen Vorverkaufs beim Tickethändler zum Kauf einer Eintrittskarte verwendet werden kann. Ein Pre-Sale kann zudem mit Preisrabatten oder Zusatzleistungen wie Backstage-Führungen verknüpft werden, um Käufern besondere Kaufanreize zu bieten.


Primärmarkt

Unter dem Begriff Primärmarkt werden im Ticketingbereich die Anbieter zusammengefasst, die von den Veranstaltern eines Konzerts oder einer Live-Veranstaltung offiziell legitimiert sind, Karten für die jeweilige Veranstaltung anzubieten und zu verkaufen. Im Gegensatz zum so genannten Sekundärmarkt werden diesen Anbietern spezielle Kartenkontingente zum Verkauf zugewiesen.


Sekundärmarkt

Neben dem Primärmarkt existiert im Tickethandel auch der Sekundärmarkt, auf dem der Kauf und Verkauf von Tickets von Privatpersonen ermöglicht werden soll. Hier haben Fans die Möglichkeit, auch bei ausverkauften Veranstaltungen noch Karten von Personen zu kaufen, welche die Veranstaltungen bereits gebucht haben, aber nicht besuchen können. In Abgrenzung zum Schwarzmarkt wird der Tickethandel von Privatpersonen auf legitimierten Sekundärmarkt-Plattformen von den Veranstaltern gestattet.


Sichtbehinderung

Neben Hörplätzen werden für viele Konzerte und Live-Events auch vergünstigte Eintrittskarten mit Sichtbehinderung angeboten. Auf diesen Plätzen ist nur ein eingeschränkter Blick auf die Bühne möglich. Gründe für eine Sichtbehinderung können Lautsprecher, Lichtinstallationen, Absperrgitter oder auch Kameras zur Aufzeichnung der Veranstaltung sein.


Systemgebühren

Systemgebühren werden vom Tickethändler meist in Ergänzung zum Face Value (Originalpreis) eines Tickets berechnet, um die Kosten für den Betrieb des Handelssystems zu decken. Systemgebühren werden meist in Form eines pauschalen Betrags pro Ticket erhoben, unabhängig von der jeweiligen Preis- oder Platzkategorie.


Ticketbörse

Unter einer Ticketbörse wird der Anbieter einer Handelsplattform im so genannten Sekundärmarkt verstanden. Hier haben Fans die Möglichkeit, untereinander Karten zu kaufen und zu verkaufen. Gängige Verkaufsoptionen sind Angebote in Form von Festpreisen oder Auktionen, bei denen der Bieter mit dem höchsten Gebot das Ticket ersteigern kann. Einige Plattformen bieten einen speziellen Mechanismus zur Prüfung der Eintrittskarten auf ihre Echtheit hin an.


Venue

Als Venues werden die Veranstaltungsstätten im Rahmen einer Tournee oder eines Konzerts bezeichnet. Ein Venue, abgeleitet aus dem italienischen Wort für „Versammlungsort“, kann dabei sowohl ein kleiner Club für 100 Personen als auch eine Arena oder ein Fußballstadion für mehr als 50.000 Fans sein. Ein Venue wird oftmals auch als „Location“ einer Veranstaltung bezeichnet.


Vorverkaufsgebühr

Als Vorverkaufsgebühr (VVK-Gebühr) wird das Entgelt bezeichnet, welches zusätzlich zum Kartenpreis vom Käufer erhoben wird, und als Vermittlungsprovision beim Tickethändler verbleibt. Die Veranstalter und Künstler sind in der Regel nicht an den Einnahmen aus den Vorverkaufsgebühren beteiligt. Im Markt-Durchschnitt beträgt die VVK-Gebühr ca. 8 bis 12% des Kartenpreises (Face Value). Erhoben wird die Vorverkaufsgebühr sowohl durch lokale Vorverkaufsstellen als auch durch Ticketshops im Internet,


Voucher

Als Voucher gelten bezahlte Gutscheine, die vor der Veranstaltung oder an der Abendkasse gegen gültige Eintrittskarten in Form von Hardtickets eingetauscht werden können. Im Rahmen eines Vorverkaufs für eine Veranstaltung werden Voucher meist in gedruckter oder auch digitaler Form (Gutscheincode) ausgegeben, wenn der der eigentliche Ticketdruck und -verkauf noch nicht begonnen hat. Fans können sich über einer Voucher somit frühzeitig Karten für eine Veranstaltung sichern. Der Voucher bildet ein Vorkaufsrecht für die Tickets einer Veranstaltung. Der Tausch gegen eine gedruckte Karte, die anschließend als Zugangsberechtigung dient, wird stellvertretend für den Veranstalter meist von der Vorverkaufsstelle vorgenommen.


Zugangskontrollsystem

Ein Zugangskontrollsystem, kurz „ZKS“, ermöglicht es dem lokalen Veranstalter vor Ort, mit technischen Hilfsmitteln wie Barcode-Scannern, RFID-Installationen oder NFC-Transmittern, den Zugang von Besuchern zu einer Veranstaltungsstätte automatisiert zu ermöglichen und zu kontrollieren.

Während bei kleineren Veranstaltungen in der Regel nach wie vor die manuelle Überprüfung von Tickets durch das Sicherheitspersonal an den Eingängen stattfindet, kommen die so genannten elektronischen „ZuKo-Systeme“ insbesondere bei Großveranstaltungen und Festivals vermehrt zum Einsatz, um auch bei großen Besucheranstürmen den schnellen Einlass zu ermöglichen.

In Deutschland haben sich Zugangskontrollsysteme in Fußballstadien bereits etabliert. Dauerkarteninhaber verfügen meist bereits über eine mit einem Chip ausgestattete Karte, die vom Besucher zum Einlass nur gegen ein elektronisches Lesegerät gehalten werden muss.

Veranstalter können über ein ZKS bei Missbrauch einzelne Karten gezielt sperren, und über die gewonnen Daten der Besucherströme die Einlass-Systematik und den Personalaufwand für zukünftige Veranstaltungen optimieren.


^ Zum Seitenanfang

Nie wieder ein Konzert verpassen: Event-Alarm